Aromatogramm: welches Öl gegen welchen Erreger?

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Das Aromatogramm basiert auf dem gleichen Prinzip wie das Antibiogramm, mit dessen Hilfe die Wirksamkeit von Antibiotika gegen einzelne Erreger getestet wird.
Um ein Aromatogramm durchzuführen, müssen zuerst die vorliegenden Erreger isoliert werden. Besteht eine Parodontose oder liegt ein Verdacht auf die Entstehung vor, entnimmt der Zahnarzt mithilfe von Papierstäbchen Proben aus den einzelnen Zahntaschen und versendet sie an ein spezialisiertes Labor.

Im Labor wird die Wirkung der Öle sichtbar 

Dr. Andreas Schwiertz, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung am Institut für Mikroökologie, erläutert, was im Labor passiert: "Unsere Mitarbeiter streichen jeweils einen isolierten Erreger auf einem Nährboden aus und legen dann Plättchen darauf, die verschiedene ätherische Öle enthalten." Anschließend kommt der Nährboden in einen Brutraum, bis ein dichter Bakterienrasen gewachsen ist." Ist ein Öl gegen den ausgestrichenen Erreger wirksam, bildet sich ein Hof um das Plättchen. In diesem Hof kann der Erreger nicht wachsen", erklärt Schwiertz weiter. 

Das weiße Plättchen ganz oben im Bild ist mit einem ätherischen Öl getränkt, das das Wachstum des ausgestrichenen Erregers deutlich hemmt. Der Erreger kann im Umkreis des Plättchens nicht wachsen.

Sind die wirksamsten ätherischen Öle auf diese Weise ermittelt, ist eine gezielte Aromatherapie gegen den Erreger möglich.

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