Parodontose und Rheuma

Und die Parallelen beider Erkrankungen gehen sogar noch weiter: bleibt die Entzündung unbehandelt, kann es zum Knochenabbau kommen - im Mund wie in den Gelenken. Bei den rheumatischen Erkrankungen stellt der Abbau des Knorpelgewebes ein zusätzliches Problem dar. Bei der Parodontitis wie beim Rheuma kann die Reaktion auf den Entzündungsreiz bei der entsprechenden Veranlagung unverhältnismäßig stark ausfallen.

Trotz der auffallenden Parallelen fand ein möglicher Zusammenhang bisher kaum Beachtung. Dabei kann eine Behandlung der Parodontitis nicht nur die Zahngesundheit verbessern, sondern auch die Gelenkbeschwerden lindern. Die Zahl der geschwollenen Gelenke kann sich verringern und die morgendliche Gelenksteifheit zurückgehen.

So kann beispielsweise eine Behandlung der Zahnprobleme -professionelle Mundreinigung und Therapie der bakteriellen Infektion - nichtnur der Zahngesundheit, sondern auchden Gelenken zugutekommen: Wie eineamerikanische Untersuchung darlegte,wurden nicht nur die Schmerzen gelin-dert, sondern auch die Zahl dergeschwollenen Gelenke und die mor-gendliche Gelenksteifheit der Rheuma-patienten gingen zurück. Unter www.stark-gegenschmerz. de finden Interes-sierte weitere Informationen, Tipps und Übungen zur Förderung der Gelenkbe-weglichkeit.Chronisch-entzündliche Prozesse bedürfen in jedem Fall einerentsprechenden Therapie. Um sowohlSchmerzen als auch den Entzündungs-reiz in den Gelenken zu reduzieren, wer-den nach den Erfahrungen von Profes-sor Dr. med. Klaus Krüger bislang oftsogenannte NSAR als Standardtherapiebei rheumatoider Arthritis eingesetzt."Dazu gehören auch die Coxibe, die inder Regel für den Verdauungstraktweniger belastend sind als die traditio-nellen NSAR bei gleicherWirksamkeit", so der Münchner Rheu-matologe. Eine bedarfsorientierte, mög-lichst niedrige Dosierung könne sichzusätzlich positiv auf die Verträglich-keit auswirken.

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