Was tun bei Parodontose?

Bleiben die Zahnfleischtaschen trotz der Maßnahmen tiefer als drei Millimeter, greift der Zahnarzt mit einer Parodontosebehandlung ein.

Geschlossene und offene Parodontosebehandlung

Der Zahnarzt kann eine geschlossene oder eine offene Parodontosebehandlung durchführen. Bei der geschlossenen Behandlung entfernt er die Ablagerungen an der Zahnwurzel, ohne das Zahnfleisch von der Zahnwurzel abzuheben. Dabei können jedoch Ablagerungen zurückbleiben, da der Zahnarzt die Zahntaschen nicht gut einsehen kann.

Bei einer offenen Parodontosebehandlung klappt der Zahnarzt das Zahnfleisch vom Zahn weg. So kann er Ablagerungen genau sehen und die Zahnwurzel optimal säubern. Auch über den Knochenabbau und die Tiefe der Knochentaschen kann sich der Zahnarzt ein genaues Bild machen.

Entzündungsgewebe am kranken Zahnfleisch kann er direkt entfernen. Das verkleinert die Zahntaschen und das gesunde Zahnfleisch kann sich wieder vollständig an den Zahn anlegen. Unter örtlicher Betäubung sind für die Operation zwei Sitzungen, unter Vollnarkose eine Sitzung notwendig. 

Laserzusatzbehandlung

Laserzusatzbehandlungen haben sich im Rahmen der Parodontoseoperation bewährt. Bei der offenen Parodontosebehandlung blutet das Zahnfleisch weniger und die Wunden verheilen anschließend besser. Meist haben die Patienten weniger Schmerzen nach der Behandlung. Die Laserzusatzbehandlung muss der Patient jedoch privat bezahlen.

Wie lange dauert die Heilung?

Wie schnell das Zahnfleisch nach einer Parodontosebehandlung heilt, hängt von der Schwere der Parodontose ab. Bei geringen Taschentiefen ist die Parodontosebehandlung wenig schmerzhaft und heilt gut und schnell aus. Bei sehr tiefen Zahnfleischtaschen kann die Behandlung unangenehm sein und die Heilung bis zu vier Wochen dauern. Voraussetzung für die Heilung ist eine gute Mundhygiene.

Nach der Parodontosebehandlung sollte der Betroffene alle drei Monate den Zahnstein entfernen und die Mundhygiene überprüfen lassen. Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt die Behandlung allerding nur einmal im Jahr. Zwei Wochen nach der Zahnsteinentfernung ist eine professionelle Zahnreinigung mit einem Salz unter Hochdruckbedingungen sinnvoll.

Da die Parodontose eine chronische Erkrankung ist, kann sie über Zahnstein, Ablagerungen und eine weiterhin mangelhafte Mundhygiene wieder auftreten. Um das Ergebnis der Parodontosebehandlung auf Dauer zu halten, muss der Patient deshalb sein Leben lang auf eine gute Mundhygiene achten.

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